Die Frage wie Selbst- und Mitarbeiter*innen-Führung auf gesunde Weise gelingen können, hat sich zu einem zentralen Fokus meiner Arbeit entwickelt. Unser heutiges (Arbeits-)Leben ist geprägt durch vielschichtige und konkurrierende Anforderungen mit zunehmend negativen Folgen für die Gesundheit und Kraft jedes Einzelnen. Ob Anforderungssituationen als negative Belastung oder als positive Herausforderung und damit als Chance für Entwicklung erlebt werden, ist wesentlich für den langfristigen Erhalt von Zufriedenheit, Motivation und persönlichem Wohlergehen – und damit ein wichtiger Gesundheitsfaktor.
ZIelklarheit, Transparenz, Reflexionsbereitschaft und den professionellen Umgang mit Emotionen sehe ich als wesentliche Erfolgsfaktoren für Zusammenarbeit. Persönliche Entwicklung durch Selbsterkenntnis verbunden mit der bewussten, tagtäglichen Entscheidung "wer wir sein wollen" machen für mich schon immer den Unterschied aus zwischen guten und hervorragenden Mitarbeitenden. In den letzten 25 Jahren meiner Selbstständigkeit war ich hauptsächlich im Unternehmenskontext tätig. Dabei habe ich immer den Menschen als Ganzes in den Mittelpunkt meiner Begleitung gestellt – mit allen Rollen, die wir einnehmen, und allen Gefühlen, die immer da sind – ganz gleich, ob wir sie wahrnehmen oder nicht.
In einem Klima von Vertrauen und Wertschätzung sowie mit Hilfe von Alltagspräsenz und Herzintelligenz können Menschen Anforderungen als Lernanreize erleben, eigene Grenzen achten lernen und über sich hinauswachsen. Mein Anliegen ist es, auf diesem Entwicklungsweg mitzuwirken. Mit meinen alltagsbezogenen Angeboten richte ich mich deshalb an Unternehmen, Führungskräfte und deren Mitarbeitende ebenso wie an Privatpersonen, insbesondere berufstätige Eltern und auch deren Kinder. Bei Bedarf beziehe ich alle Menschen aus einem System in meine Arbeit mit ein.
Meine Arbeitsweise ist bedürfnis- und prozessorientiert, mitfühlend und mutig-konfrontierend zugleich. Mit erfahrungsorientierten und kreativen Methoden gestalte ich Räume für Bedürfnisse, "Aha"-Erlebnisse und lebendig-interaktives Lernen. Dabei stelle ich persönliche Erfahrungen neben theoretische Wissensvermittlung und ermögliche Bewusstheitsprozesse sowie persönliche Weiterentwicklung auf angenehm leichte Weise.
Wahrgenommen, ernst genommen und angenommen zu werden, entlastet Menschen zutiefst. Ich schaffe Wohlfühlräume mit klarer Orientierung, in denen ungeteilte Aufmerksamkeit erfahrbar wird und Menschen sich wirklich gesehen fühlen. Dann können sie schnell entspannen, sich öffnen und anvertrauen, so dass ich behutsam einladen kann, sich auch persönlich zu zeigen. Dabei lasse ich mich stets von dem Prinzip der Freiwilligkeit und von Demut leiten. Struktur und Übersichtlichkeit sind mir wichtig, um auch komplexere Wirkweisen für jede und jeden verständlich und erinnerbar zu machen.
Für mich hängt es entscheidend von jeder*m Einzelnen ab, ob kultureller Wandel gelingen kann. Meiner Erfahrung nach sind wir oft viel zu schnell im "Lösungen-finden-wollen" und verpassen dadurch einen wesentlichen Schritt: Das, was ist, auch wenn es unangenehm ist, erst einmal ganz anzunehmen - sowohl beruflich und privat als auch insbesondere uns selbst und andere. Erst dann entsteht die Basis für kreative Veränderungen. Denn sonst vergeuden wir allzu oft unsere Lebensenergie mit kämpfen, leiden oder aushalten.
Ich setze auf Vertrauenskultur als die wichtigste Grundlage für Zusammenarbeit und glaube fest an die Veränderungskraft weiblicher Führung. Dabei erachte ich es als wesentlich, dass auch im beruflichen Kontext jeder Mensch als Ganzes gesehen wird und Herzintelligenz mit in Entscheidungen einfliesst. Im privaten Alltag ist für mich bedeutend, dass Eltern konsequent auf ihre Balance achten, damit die eigene Belastung und emotionale Ladung nicht auf die Kinder übertragen wird. Eine ausgewogenere Verteilung von Care-Arbeit ist mir als Frau und Mutter ein wichtiges Anliegen.